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31. Oct 2017 08:07
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3 Comments:

Sirslothalot 3 weeks ago
Stempel und Kissen begleiten die Menschheit schon ewig, trotzdem ist der Buchdruck im Prinzip eine Innovation daraus? Gemessen an der Bedeutung eine Revolution? Es sollte doch nochmal ein sprechendes Stempelkissen verfilmt werden, was Geschichten erzählt.
Ye 3 weeks ago
"Stempeldruck bezeichnet Verfahren, bei denen eine erhabene Druckform (siehe Hochdruck) auf den Druckstoff aufgedrückt wird. Anders als beim Hochdruck wird die Druckform auf den Druckstoff aufgedrückt und nicht umgekehrt.

Stempeln ist kein industrielles Druckverfahren, sondern wird für Stempel (Holzstempel, Selbstfärbestempel, Paginierstempel) eingesetzt. Industriell wird mittels zugeschalteter Paginierstempel eine Nummerierung von Druckwerken (z. B. von Eintrittskarten) durchgeführt.

Ein Stempel kann aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sein: Hartgummi, Metall, Kartoffeln, Pappe oder Linoleum.

Die Ursprünge des Stempelns liegen im bronzezeitlichen Mesopotamien. Dort wurden Siegel verwendet, um Tontafeln zu unterzeichnen oder um sich als Eigentümer von Waren auszuweisen.

In Kreta wurde 1908 der Diskos von Phaistos ausgegraben. Dieser enthält mit einem Alter von ca. 3700 Jahren den ältesten Text, der mittels Stempeln für einzelne Schriftzeichen geschrieben wurde.

Ein bekanntes Beispiel aus dem Mittelalter ist die Prüfeninger Weiheinschrift von 1119 in Regensburg.[1] Auch die mittelalterlichen Buchstabenziegel wurden durch Stempeldruck erzeugt."
Ye 3 weeks ago
"Der Blockdruck, auch Holztafeldruck genannt, war das gängige Druckverfahren, bis Johannes Gutenberg den Buchdruck weiterentwickelte. Es wurde im China der Sui-Dynastie erfunden. Nach Europa gelangte es erst im 14. Jahrhundert. Beim Blockdruck wurden – im Unterschied zum Holzschnitt – Bild und Text gemeinsam mit einer Holzplatte gedruckt.

Beim Blockdruck wurden aus Holztafeln Text und Darstellungen einer ganzen späteren Papierseite seitenverkehrt herausgeschnitten, diese eingefärbt und auf feuchtes Papier gepresst, „gedruckt“. Heute ist uns dieses Verfahren noch über den Holzschnitt oder den Linoldruck bekannt. Eine als Blockdruck ausgeführte gebundene Folge zusammengehöriger Drucke von Holztafeln wird Blockbuch genannt. Derartige Blockbücher, die in Europa erst im 15. Jahrhundert aufkamen, waren spätestens seit dem 8. Jahrhundert bekannt. Mit geschnittenen Holzklischees wurde in China schon während der Tang-Dynastie (615–906 n. Chr.) gedruckt, wobei Zeichnung und Begleittext in die gleiche Druckform eingeschnitten waren. Diese Drucktechnik verbreitete sich zunächst in Südostasien.

1966 wurde im koreanischen Gyeongju, früher Hauptstadt des Königreichs Silla, der bislang älteste noch erhaltene Blockdruck im buddhistischen Tempel Bulguksa gefunden – ein auf einer 8 cm breiten und 630 cm langen Rolle Maulbeerbaumpapier gedruckter Kanon über die Makellose Große Dharani Sutra, der buddhistische Lehrsätze enthält. Die Arbeit wird zwischen 704 und 751 datiert. Zuvor galten die japanischen Hyakumantō Darani („1.000.000 Pagoden und Dharani-[Gebete]“) als älteste Holztafeldrucke. Kaiserin Shōtoku befahl demnach 764 den Druck von einer Million Gebetszetteln, die in ebenso viele Holzpagodenmodelle gepackt wurden, wobei das Projekt bereits 770 abgeschlossen wurde; noch heute existieren tausende Exemplare.[1]

In Europa lässt sich die Verwendung des Holzstempels ab dem 12. Jahrhundert nachweisen: In Italien wurden auf diese Weise Stoffe bedruckt. Man vermutet, dass durch Spielkartenmaler diese Technik im 14. Jahrhundert auch nach Mitteleuropa gelangte. Um 1430 entstanden dann in Europa erste Blockbücher, bei denen jede Seite mit einer zusammenhängenden Holzplatte gedruckt wurde, die sowohl Schrift als auch Bilder enthalten konnte."