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ded
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20. Sep 2019 09:46
Tags: Greta Thunberg activist #FridaysforFuture climate catastrophe crisis #savetheenvironment Klimastreik Skolstrejk för klimatet FFF #GlobalClimateStrike #2019
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13 Comments:

ded 3 weeks ago
( " Das politische Schlagwort „Klimakrise“ beschreibt die ökologische, politische und gesellschaftliche Krise im Zusammenhang mit der menschengemachten globalen Erwärmung. Es wird, ähnlich wie „Klimakatastrophe“, im öffentlichen Diskurs zunehmend anstelle von harmloser klingenden Begriffen wie „Klimawandel“ gebraucht, um die Tragweite der globalen Erwärmung zu verdeutlichen.[1] " )
ded 3 weeks ago
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"Zum Klimapaket
Es ist, als gäbe es kein Morgen

Stand: 20.09.2019 17:48 Uhr

Zu wenig, zu spät - das, was die Koalition als großen Wurf feiert, ist schlicht unangemessen. Es ist, als gäbe es kein Morgen. Die Zeche zahlen die nachfolgenden Generationen.

Ein Kommentar von Werner Eckert, SWR

Too little, too late - zu wenig, zu spät. Dieses Klimapaket konnte den berechtigten Ansprüchen der Jugend ohnehin nie gerecht werden. Aber es bleibt tatsächlich hinter allem zurück, was Wissenschaftler im Vorfeld als mögliche Kompromisslinie ausgerechnet hatten.

Mindestens sechs weitere Jahre werden so schlicht verbummelt. Es ist, als gäbe es kein Morgen. "Wir müssen die Menschen mitnehmen", sagen die Koalitionäre. Und sie verlieren damit alle Zukunftszugewandten und die Jugend sowieso.

Es geht ja nicht darum, irgendwelche abstrakten Zielvorgaben aus internationalen Konferenzen einzuhalten. Es geht um den Schutz von Mensch und Natur. Während wir hier gemütlich weiter heizen und fahren, versiegen ja nicht nur anderenorts Brunnen, fliehen Menschen vor Fluten und brennt der Regenwald. Auch bei uns vertrocknet das Getreide und verdorren die Bäume.

Wer für Mindestlohn pendelt, zahlt drauf

Da wirkt dieses Klimaschutzpaket einfach unangemessen. Es gibt viel Geld, viele Zuckerbrötchen, sofort. Alles, was vielleicht wirken könnte, wird auf später vertagt. Ein Beispiel: Der magere Preisanstieg an der Zapfsäule verbunden mit der höheren Pendlerpauschale führt bei spitzenverdienenden 50-km-Pendlern dazu, dass sie ihren großen SUV behalten können und - zumindest am Anfang - sogar noch daran verdienen! Wer für Mindestlohn pendelt, der zahlt drauf.

Das ist weder sinnvoll noch sozial. Die GroKo macht sich weiter einen schlanken Fuß. Tatsächlich wird sich erst die übernächste Regierung mit den Folgen dieses Pakets herumschlagen müssen.

Und auch der besonders bejubelte Überprüfungsmechanismus ist eine Farce. Wachsweich und der Notausgang ist grell beleuchtet: Wenn wir selbst es nicht schaffen, kaufen wir einfach die nötigen Emissionsrechte bei anderen EU-Staaten zu. Adé, Du mein lieb Musterland!

Etwas Gutes im Schlechten

Gibt es Gutes im Schlechten? Ja. Dass es eine CO2-Bepreisung überhaupt gibt, auch wenn diese viel, viel zu niedrig ist. Die Art und Weise wie die Vorteile von Steuer und Emissionshandel miteinander verbunden worden sind, das ist geschickt. Und vor allem: dass die Solarenergie weiter ausgebaut werden kann.

"Politik ist das, was möglich ist", hat die Bundeskanzlerin bei der Pressekonferenz gesagt. Wem möglich? Dieser Koalition wohl. Sie kann nicht mehr. Statt Zukunftsfragen wirklich anzupacken, laviert sie herum.

Es ist bezeichnend, was der bayerische Ministerpräsident am Ende als wichtigsten Knackpunkt und seinen großen Sieg verkündet: Windräder darf es gerne geben, aber bei uns eher nicht. Söder sagte grienend: "In Bayern bleiben unsere Regeln bestehen!“ Das ist schiere Machtpolitik. Mit Klimaschutz hat das nichts zu tun!


Redaktioneller Hinweis

Kommentare geben grundsätzlich die Meinung des jeweiligen Autors und nicht die der Redaktion wieder."
ded 3 weeks ago

"Klimapaket der Bundesregierung
Das Ende der Klima-Kanzlerin

Stand: 21.09.2019 05:18 Uhr

Es geht um das Überleben des Planeten - doch das Klimapaket ist ein mutloses Stück Papier. Die Physikerin und einstige Klima-Kanzlerin Merkel hat ihre letzte Chancen nicht genutzt.

Ein Kommentar von Angela Ulrich, ARD-Hauptstadtstudio

Gestern vorm Kanzleramt: Schülerinnen und Schüler von "Fridays for Future" halten ein langes, selbstgemaltes Transparent in die Höhe. "Rückkehr der Klimakanzlerin" ist da zu lesen. Mit einem großen Fragezeichen dahinter, und einem - kleinen - Ausrufezeichen. Es war ein Hoffnungsschrei, gerichtet an die Frau hinter den dicken Mauern.

Dass sie endlich wieder loslegen möge wie zuletzt vor mehr als zehn Jahren, als Angela Merkel auf Klimakonferenzen glänzte. Als sie einem überrumpelten US-Präsidenten Bush das Maximal-zwei-Grad-Ziel bei der Erderwärmung aus den Rippen leierte. Als sie sogar 2015 noch einiges tat, damit das Paris-Abkommen zustande kam.

Wer lässt bei drei Cent mehr das Auto stehen?

Aber die Klima-Kanzlerin hat abgedankt. Mit Pauken und Trompeten. National hatte Merkel das schon lange. Deutschland kommt zu langsam voran beim Kohleausstieg. Frühere Klimaziele wurden gerissen, Klima-Pakete verhallten fast wirkungslos. Und jetzt hat sie auch noch die Hoffnungen der Klima-Jugend böse enttäuscht.

Das, was die Koalition als Klimaprogramm 2030 verkauft, ist ein Flop. Ein mutloses Stück Papier, das niemandem wehtun will. Das gar nicht ernsthaft versucht, die Menschen zu klimafreundlicherem Verhalten zu lenken - oder wer bitte soll bei drei Cent teurerem Benzin in drei Jahren das Auto stehen lassen?

Selbst den CO2-Preis vergeigen die Koalitionäre

Selbst den eigentlich guten neuen Mechanismus im Klima-Papier, den CO2-Preis, vergeigen die Koalitionäre. Sie setzen ihn so niedrig an, mit so geringer Steigerung in den nächsten Jahren, dass er wohl de facto wirkungslos bleiben wird.

Und dabei war die Hoffnung da: Da ist die Physikerin Merkel, die eigentlich weiß, worum es da draußen in der Atmosphäre geht. Dass man mit dem Klima nicht verhandeln kann. Dazu die Stimmung im Land, der Druck von Fridays for Future. Und, die drohenden Strafzahlungen, die Klimaschutz jetzt, statt Bußgelder später, auch noch finanziell lukrativ werden lassen.

Eine gerupfte Kanzlerin

Merkel hätte den Klimaschutz zu ihrem Vermächtnis machen können. Als Klima-Kanzlerin am Ende ihrer Amtszeit wieder auferstehen können. Aber jetzt fährt sie als gerupfte, ja fast nackte Kanzlerin zum UN-Klimagipfel nach New York.

"Politik ist, das Mögliche auszuloten", hat Merkel das Klimaprogramm beschrieben. Aber es gab immer Momente, wo Politik über das vermeintlich Mögliche hinaus Zukunftsvisionen entwickelt hat. Willy Brandts Ostpolitik. Die Wiedervereinigung. Der Klimaschutz wäre so ein Moment gewesen. Denn es geht um viel mehr als um Koalitionskompromisse. Es geht um das Überleben des Planeten. Entweder Merkel hat das aus dem Blick verloren. Oder sie ist inzwischen zu schwach, um das durchzusetzen. Es war ihre letzte Chance, die sie nicht genutzt hat.

Gute Nacht, Klima-Kanzlerin!


Redaktioneller Hinweis

Kommentare geben grundsätzlich die Meinung des jeweiligen Autors und nicht die der Redaktion wieder."

ded 3 weeks ago
Klimapaket der Bundesregierung: "Kaltherzig", "pillepalle", "mutlos"
ded 2 weeks ago

"Fridays for Future"
Hunderttausende erneut auf der Straße

Stand: 27.09.2019 17:31 Uhr

Eine Woche nach dem "globalen Klimastreik" haben wieder Hunderttausende demonstriert. In Italien sollen eine Million Menschen auf die Straße gegangen sein. Die Proteste in deutschen Städten fielen verhalten aus."
www.tagesschau.de/ausland/klimademonstrationen-new-york-103~_origin-6927b22f-1177-4a77-91a7-847fa0f68fcc.html
www.tagesschau.de/kommentar/kommentar-klimapaket-koalition-101~_origin-6927b22f-1177-4a77-91a7-847fa0f68fcc.html
www.tagesschau.de/ausland/klima-proteste-teinehmer-101.html