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26. Apr 2020 12:39
Tags: Schuppentier #coronavirus ▼ "Da Chinas Wälder und Flüsse vielerorts leergefangen sind, kommen große Wildtierlieferungen mittlerweile aus Ländern in aller Welt." #terrourism #homo sapiens LOL #meat is murder ... #human impacts An anomalous and unbalanced predator #mass extinction #climate catastrope #capitalism #Menschen fressen alles ...
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12 Comments:

micc 1 month ago
"Zoonosen: Vom Wildtier auf den Menschen [ auch ein Tier ! ]

Wer weiß schon, dass China der größte Lieferant der EU für lebende Reptilien ist? Von den 5,6 Millionen Schlangen, Echsen und Schildkröten, die die EU in den letzten fünf Jahren lebend für hiesige Terrarien importierte, stammten mehr als zwei Millionen Tiere aus China! Für alle anderen Tiergruppen, darunter Säuger, Amphibien oder Fische, wird die Einfuhr nicht einmal erfasst, es sei denn, es handelt sich um international geschützte Arten, was nur einen Bruchteil der Importe ausmacht. Natürlich sind nicht alle diese Wildtiere brandgefährlich. Aber das Risiko der Entwicklung und Übertragung von Krankheiten durch den Handel mit Wildtieren, auch für den Heimtiermarkt, sollte nicht verharmlost werden:
micc 1 month ago
– 2003 erkrankten in den USA mehr als 70 Menschen, die Präriehunde als Haustiere hielten, an Affenpocken. Das Virus war zuvor offenbar in Tierhandlungen von importierten afrikanischen Nagern und Hörnchen auf die Präriehunde übertragen worden. Die EU erließ daraufhin einen partiellen Importstopp für Präriehunde, allerdings nur aus den USA, sowie für Nager nur aus Subsahara-Afrika.
micc 1 month ago
– Mindestens zwei Influenza-Viren lösten Vogelgrippe-Wellen aus, die auch auf den Menschen übersprangen, nämlich H5N1 (mit weltweiter Ausbreitung ab 2004) und H7N9 (Erkrankungen beim Menschen vor allem seit 2013, seit 2017 gilt der Erreger als hochpathogen). H5N1 kam über Zugvögel nach Europa, wurde aber auch im Tierhandel bei importierten Papageien nachgewiesen. 2005 beschloss die EU deshalb ein vorläufiges Einfuhrverbot für Vögel wildlebender Arten, das 2007 in ein dauerhaftes umgewandelt wurde. Einfuhren sind für Wildfänge seither verboten, auch Nachzuchten dürfen nur aus registrierten Zuchtbetrieben einiger weniger Länder in die EU importiert werden.
micc 1 month ago
– 2012 bis 2013 starben in Sachsen-Anhalt drei Züchter asiatischer Schönhörnchen. Sie hatten sich laut Friedrich-Löffler-Institut bei ihren Tieren mit Bornaviren infiziert und starben an schweren Hirnhautentzündungen. Auch der Tod einer Tierpflegerin, die ebenfalls mit Schönhörnchen in Kontakt war, wird auf das Virus zurückgeführt. Weitere Bornaviren wurden unter anderem in Pythons, Papageien und Prachtfinken nachgewiesen.
micc 1 month ago
– Nicht für den Menschen gefährlich, aber fatal für die heimischen Amphibienbestände, erwies sich ein über den Tierhandel eingeschleppter Hautpilz: Der sogenannte „Salamanderfresser“ (Batrachochytrium salamandrivorans) verursachte seit 2008 ein Massensterben unter Salamandern in Belgien, den Niederlanden und der Eifel. Der Pilz stammt offenbar von asiatischen Schwanzlurchen, die als exotische Haustiere importiert wurden. Einfuhren in die EU sind noch immer möglich; seit Februar 2018 gelten lediglich temporäre Quarantäne-Auflagen für die Einfuhr lebender Salamander, die im November 2019 bis zum 20. April 2021 verlängert wurden."
micc 1 month ago
"Wildtierhandel: Gefahr für die Gesundheit

Die EU reagiert bislang nur mit großer Verzögerung und sehr punktuell auf drohende Zoonosen. Die aktuelle Aufregung um das Coronavirus sollte als Anlass dienen, jetzt endlich den Wissenschaftlern Gehör zu schenken, die bereits seit den 2000er Jahren immer wieder in Studien warnen, dass der Wildtierhandel das größte Risiko bei der Verbreitung von Zoonosen darstellt. Vielleicht wacht Brüssel nun ja auf, Importverbote wären aus vielen Gründen zu empfehlen: Denn neben der Gesundheit der Bevölkerung und dem Schutz der in ihren Heimatländern geplünderten Arten würde auch die hiesige Natur profitieren: Der EU-Importstopp für Wildvögel seit 2005 hat gezeigt, dass die Gefahr durch invasive Vögel stark zurückgegangen ist. Und ein Salamanderfresser hätte nicht so tödlich unter Europas Amphibien wüten können…"
micc 1 month ago

"[Achim] Rohde: „Es gibt auf diesem Planeten leider immer noch Märkte, auf denen wilde und exotische Tiere gehandelt und geschlachtet werden, darunter Schlangen, Igel und Zibetkatzen. Diese armen Kreaturen werden auf engstem Raum gezüchtet und leiden unendlich, bis sie auf dem Teller von zahlungskräftigen Touristen landen. Schon die SARS-Epidemie ließ sich auf diese Perversion zurückführen. Wie wir mit unserer Erde und ihren Kreaturen umgehen, ist einfach nicht richtig. Ich hoffe, dass dieser Wahnsinn endlich rigoros verboten wird.“