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16. Jun 2020 12:39
Tags: Étienne Cabet Ikarien
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3 Comments:

tOt 3 weeks ago
"In seinem unter einem Pseudonym veröffentlichten Roman Die Reise nach Ikarien (Original: Voyage en Icarie) entwarf er die Idee eines utopistischen Gemeinwesens, das dank moderner Industrie ein hohes Einkommen erzielt, in dem aber die Produktionsmittel der Allgemeinheit gehören. Cabets Vision durchgehender Verstaatlichung, Militarisierung, Bücher- und Pressezensur sowie der Personenkult um den verstorbenen Führer Ikarus erinnern an die späteren Praktiken des Stalinismus. Mit der Gründung von Arbeiterbildungsvereinen versuchte er seinem Ziel näher zu kommen."
tOt 3 weeks ago
"Aufgrund seines aufbrausenden Temperaments und seines Geltungsbedürfnisses isolierte Cabet sich zunehmend. Er unterstützte die Revolution 1848, konnte sich aber mit seinen sozialen Ideen, auch unter den Arbeitern, nicht durchsetzen. Er rief zur Auswanderung in die USA auf und gründete 1848 mit Kolonisten in Nauvoo am Mississippi River sein Ikarien. Auch hier geriet er zunehmend in Konflikte mit den Kolonisten. Cabet verbot als Präsident seiner maximal etwa 500 Personen zählenden Gemeinde Kosmetika, Schmuck, bunte Kleider. Es kam auch zu Konflikten um die Verwendung der (vielfach durch Spenden) erwirtschafteten Überschüsse. 1855 kam es zum Bruch mit den Ikariern. Cabet starb 1856 in St. Louis und erlebte das Scheitern seiner Utopie nicht mehr."