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tOt
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02. Jul 2020 07:48
Tags: extra3 tweet gabriel tönnies fleisch meat coronavirus
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4 Comments:

tOt 1 month ago
"Fleischkonzern
Tönnies bezahlte Gabriel als Berater

Stand: 02.07.2020 07:44 Uhr

Ex-Wirtschaftsminister Gabriel war nach ARD-Recherchen von März 2020 bis Ende Mai 2020 für den Fleischkonzern Tönnies als Berater tätig. Ein Engagement mit Geschmäckle: Als Minister hatte Gabriel die Fleischindustrie harsch kritisiert."
www.tagesschau.de/investigativ/panorama/toennis-gabriel-berater-101.html
tOt 1 month ago
Ex-Berater Gabriel kontert Kritik
"Tönnies macht nichts Verbotenes"

Ex-Vizekanzler Gabriel war kurzzeitig als Berater beim Fleischkonzern Tönnies tätig. Das sorgt für heftige Kritik auch aus den eigenen Reihen. Doch Gabriel sieht darin kein Problem - und verteidigt sich. | mehr www.tagesschau.de/inland/gabriel-toennies-103.html
tOt 1 month ago
"Kommentar

Rolle als Tönnies-Berater
Gabriel hat rein gar nichts verstanden

Stand: 02.07.2020 18:45 Uhr

Sigmar Gabriel hat kein öffentliches Amt mehr - und insofern sei es ihm gegönnt, einen gut bezahlten Job anzunehmen. Doch dass er sich für Tönnies entschieden habe, zeuge davon, dass er sein Handeln nicht hinterfrage.

Ein Kommentar von Sabine Müller, ARD-Hauptstadtstudio

Da denkt man, bei Sigmar Gabriel, dieser fleischgewordenen Ich-AG, kann einen nichts mehr überraschen. Und dann das: Da hat der Mann doch tatsächlich als Lobbyist - Verzeihung, als "Berater" - in der Fleischindustrie angeheuert. In jener Branche, deren Ausbeuter-Methoden er in seiner Zeit als Wirtschaftsminister als "Schande für Deutschland" bezeichnete und über die er sagte, er schäme sich angesichts des Umgangs mit bulgarischen und rumänischen Werkvertragsarbeitern.

Aber bei Tönnies sei das ja alles anders, wusste Gabriel schon kurz darauf und lobte: "Die setzen im positiven Sinne Standards". Klar, das hat man gerade gesehen. So einer wie Gabriel findet dann auch nichts dabei, den Corona-Skandal bei Tönnies in einer "Bild"-Zeitungs-TV-Show zu kommentieren, ohne das kleinste Wörtchen zu seinen persönlichen Verbindungen zum Unternehmen zu verlieren. Aber dafür mit dem Hinweis, die ausländischen Arbeiter wohnten ja ganz freiwillig in gruselig-engen Massenunterkünften.

Der SPD einen Bärendienst erwiesen

Die Jammer-Opferrollen-Verteidigung, die Gabriel jetzt fährt, zeigt, dass er rein gar nichts verstanden hat. 10.000 Euro Gehalt im Monat seien doch eigentlich gar nicht so viel Geld - also für normale Menschen schon, aber nicht für die Branche. Und überhaupt: Wozu machen wir eine Abkling-Phase, in der man als Ex-Politiker nichts machen darf, wenn man danach noch so behandelt wird, als sei man im Amt, fragt Gabriel.

Nein, es geht nicht darum, dass er nach einer Karenzzeit gut bezahlte Tätigkeiten annimmt - das sei ihm gegönnt. Es geht darum, was das für Tätigkeiten sind. Und ja, Gabriel hat kein öffentliches Amt mehr, ist kein Minister mehr, kein Abgeordneter, kein Parteivorsitzender. Aber er ist immer noch Sozialdemokrat - und als solcher hat er den Werten der Partei gerade einen Bärendienst erwiesen. Denn zurück bleibt das Bild eines Genossen, der überall da die Hand aufhält, wo es viel zu verdienen gibt und der sich offenbar selbst in der Rückschau keinerlei kritische Fragen stellt.


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