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01. Oct 2020 06:53
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RIP 3 weeks ago
"Spot über Flüchtlinge
Facebook löscht Trump-Wahlwerbung

Stand: 01.10.2020 20:59 Uhr

Ein Spot für US-Präsident Trump erweckte den Eindruck, Flüchtlinge seien in Corona-Zeiten ein Gesundheitsrisiko für die Vereinigten Staaten. Facebook entfernte die Werbung - solche Inhalte dulde man nicht.

Das Online-Netzwerk Facebook hat Wahlwerbung von US-Präsident Donald Trump mit kritischen Äußerungen gegen Flüchtlinge entfernt. Facebook erklärte zur Begründung, die Plattform erlaube nicht, dass Menschen wegen ihrer Herkunft oder ihres Einwanderungsstatus als Bedrohung für "Sicherheit, Gesundheit und Leben" anderer dargestellt würden.

In den Wahlwerbespots hieß es, Trumps Herausforderer Joe Biden von den oppositionellen Demokraten sei "gefährlich für Amerika", weil er als Präsident viel mehr Flüchtlinge aus Syrien und Somalia ins Land lassen würde. Die Länder werden als "Terror-Krisenherde" bezeichnet, außerdem wird auf die derzeitige Corona-Pandemie verwiesen - eine Andeutung, Flüchtlinge könnten ein Gesundheits- und Sicherheitsrisiko für die USA darstellen.


Faktencheck zum TV-Duell
Schlagabtausch mit falschen Behauptungen

US-Präsident Trump hat im TV-Duell zahlreiche Vorwürfe wiederholt, die bereits widerlegt sind. | mehr www.tagesschau.de/faktenfinder/trump-biden-duell-101.html

Facebook hatte bereits im Juni Anzeigen des Trump-Wahlkampfteams gesperrt, die ein in NS-Konzentrationslagern für politische Häftlinge verwendetes Symbol enthielten. Mit einem umgekehrten roten Dreieck hatte das Trump-Team vor "linksradikalen Gruppen" gewarnt. Vor den US-Präsidentschaftswahlen am 3. November stehen Online-Plattformen unter großem Druck, gegen Hassbotschaften und Desinformation im Netz vorzugehen.

Strengere Regeln für bezahlte Inhalte

Facebook kündigte nun schärfere Regeln für bezahlte Inhalte an, in denen es um Ablauf und Ausgang der Wahl geht. Nicht nur würden Anzeigen verboten, die vorzeitig einen Sieger der Präsidentschaftswahl ausrufen. Auch Anzeigen, in denen der Ausgang der Wahl in Zweifel gezogen wird, will das Netzwerk nicht dulden. Nicht zugelassen seien zudem Einträge, wenn eine Wahlmethode als besonders betrugsanfällig bezeichnet werde oder wenn "isolierte Fälle von Wahlbetrug" genutzt würden, um das Ergebnis insgesamt in Zweifel zu ziehen, erklärte Facebook-Manager Rob Leathern.

Trump schürt seit Monaten Zweifel am Wahlprozess und behauptet ohne Belege, bei den Briefwahlen werde massiv betrogen. Beobachter befürchten, dass der in Umfragen zurückliegende Präsident eine mögliche Wahlniederlage nicht anerkennen könnte."
RIP 3 weeks ago
RIP 3 weeks ago
"Kritik nach TV-Debatte
Trump spricht sich gegen Rechtsextremisten aus

Stand: 02.10.2020 07:16 Uhr

"Proud Boys - haltet euch zurück und bereit" - mit diesem Aufruf hatte Trump scharfe Kritik geerntet. Nachdem er später erklärte, die rechtsradikale Gruppe nicht zu kennen, distanzierte er sich jetzt von ihnen und allen anderen Rechtsextremen.

US-Präsident Donald Trump hat sich angesichts zunehmenden Drucks gegen rechtsextreme Gruppierungen ausgesprochen. "Ich habe es viele Male gesagt und lassen Sie mich es noch einmal klarstellen: Ich verurteile den KKK (Ku-Klux-Klan), ich verurteile alle White Supremacists", sagte Trump im Sender Fox News. Der englische Begriff "White Supremacy" beschreibt die Ideologie der Vorherrschaft von Weißen.


TV-Duell zwischen Trump und Biden
"Würden Sie die Klappe halten?"

US-Präsident Trump und sein Herausforderer Biden lieferten sich im ersten TV-Duell einen wilden Schlagabtausch. | mehr www.tagesschau.de/ausland/uswahl/tv-debatte-biden-trump-103.html


Trump: "Wen soll ich verurteilen?"

Journalisten konnten Trump in den vergangenen Tagen nicht dazu bringen, diese Bewegungen eindeutig zu verurteilen, in dem er sie auch explizit als solche bezeichnet. Trump beklagte am Donnerstag, er könne es hundert Mal sagen und es wäre für die Medien immer noch nicht genug.

Rechtsextreme Gruppierungen waren bei der ersten TV-Debatte mit Trumps Herausforderer Joe Biden am Dienstag diskutiert worden. Moderator Chris Wallace fragte Trump, ob er bereit wäre, Gruppen und Milizen zu verurteilen, zu deren Ansichten die "Überlegenheit von Weißen" gehört. Trump fragte daraufhin: "Wen soll ich verurteilen?" Biden warf den Namen der rechten Gruppe "Proud Boys" in den Raum. Trump sagte daraufhin an die Adresse der "Proud Boys", sie sollten sich zurückhalten und bereithalten ("stand back and stand by"). Was er mit "bereithalten" meinte, blieb unaufgeklärt.

Druck auf Präsidenten wächst

Trump-Kritiker, wie Bidens Kandidatin für die Vizepräsidentin, Kamala Harris, empörten sich darüber, dass der Präsident sich geweigert habe, die Ideologie der "White Supremacy" zu verdammen: "Ich habe gehört, was wir alle gehört haben."

Trumps Sohn Donald Trump Jr. sagte daraufhin im Sender CBS, dass sein Vater sich wohl versprochen habe. Die "New York Times" zitierte Präsidentenberater Jason Miller, der sagte, Trump habe deutlich gemacht, dass die "Proud Boys" Gewalt beenden sollten.

Am Mittwoch behauptete Trump dann, gar nicht zu wissen, wer die Proud Boys seien. Im Fox News Interview sagte er nun: "Ich verurteile die Proud Boys. Ich weiß nicht viel über die Proud Boys, fast nichts, aber ich verurteile das."


Trump im TV-Duell
Kritik wegen Botschaft an Rechtsextreme

Der Schlagabtausch zwischen US-Präsident Trump und seinem Herausforderer Biden geht auch nach dem TV-Duell weiter. | mehr www.tagesschau.de/ausland/uswahl/debatte-biden-trump-101.html


FBI stuft Gruppe als extremistisch ein

Die "Proud Boys" gehen Berichten zufolge auf eine Initiative des kanadisch-britischen Gründers des "Vice Magazine", Gavon McInnes, zurück. Die Organisation nimmt demnach nur Männer auf. Den Mitgliedern geht es nach eigenem Bekunden um eine Rückkehr zu "traditionellen Werten". Das FBI stuft die Gruppe als extremistisch ein. Schätzungen zufolge soll die Organisation inzwischen bis zu 20.000 Anhänger und Sympathisanten haben.

Kritiker werfen Trump immer wieder vor, sich nicht klar genug von rechtsextremen Gruppen abzugrenzen. Seine Weigerung beim TV-Duell gegen Joe Biden, dies eindeutig zu tun, sorgte auch für Kritik von mehreren führenden Republikanern."
RIP 3 weeks ago