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22. Aug 2022 10:07
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NiEmAnD 3 months ago
''Die thermische Gesamtleistung des Kernkraftwerks von fast 20 Gigawatt erfordert enorme Mengen Kühlwasser, die dem Kachowkaer Stausee entnommen werden.

Das Kernkraftwerk, das vom ukrainischen Staatsunternehmen Energoatom betrieben wird, versorgt fast den gesamten Süden der Ukraine und ist seit dem Wegfall aller vier Blöcke des Kernkraftwerks Tschernobyl essenziell für die Energieversorgung der Ukraine.

Nach dem Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine geriet das Kernkraftwerk unter russische Besatzung. Es wird jedoch weiterhin von ukrainischem Personal betrieben.[2][3]

Laut einem im August veröffentlichten anonymen Bericht eines Kraftwerksmitarbeiters kamen mehr als 200 Personen der AKW-Belegschaft seit März 2022 (vorübergehend oder dauerhaft) in Haft. Ein Kraftwerksarbeiter sei von der Besatzung getötet worden. Ein Viertel der Belegschaft sei geflohen.[23] Es seien (im August 2022) noch etwa 1000 Beschäftigte, die „de facto unter der vorgehaltenen Waffe“ arbeiten, im Werk.[32] Nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes sind auf dem AKW-Gelände, das teils vermint wurde, 500 russische Soldaten stationiert. Darunter seien Angehörige der russischen Nationalgarde und der Gruppe Wagner. Außerdem würden auf dem Kraftwerksgelände befindliche Überdachungen und Unterführungen von russischen Truppen genutzt, um dort Artillerie und Flugabwehrwaffen zu lagern.[23][27] Nach Auskunft eines Kraftwerksmitarbeiters ist das AKW Stand 15. August erstmals in ihrer Geschichte lediglich an zwei von sieben Stromleitungen angeschlossen.[27]

In einer Erklärung des Europäischen Auswärtigen Dienstes bei den UN-Organisationen in Wien forderten im August 2022 insgesamt 42 Staaten unter anderem einen sofortigen Abzug russischer Truppen von dem Atomkraftwerksgelände Saporischschja. Die Staaten beriefen sich auf Sicherheitsprinzipien, auf die sich alle Mitgliedsländer der Internationalen Atomenergie-Behörde (einschließlich Russland) verpflichtet hatten.[33]''

de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Saporischschja